Praxis für Psychotherapie Dr. Wagner, Innsbruck Dr. Ingrid Wagner Dr. Gerhard Wagner
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"In der Psychotherapie geht es um Wahrnehmung und Verstehen von inneren Prozessen, erst durch den Therapeuten, dann durch den Klienten selbst." ¹

Klientenzentrierte Psychotherapie will die gesunden Persönlichkeitsanteile stärken. Dies passiert, indem Sie sich Zeit nehmen, sich mit Ihren Problemen, Absichten, Wünschen, Enttäuschungen, mit Ihren Bedürfnissen und Gefühlen, kurz: mit sich selbst zu beschäftigen. Diese Auseinandersetzung kann von Ihnen unangenehm, vielleicht sogar bedrohlich erlebt werden, sie kann aber auch sehr entlastend und wohltuend für Sie sein. In einer Psychotherapie stehen Sie und Ihr Erleben (für sich und die Therapeutin/den Therapeuten) im Zentrum der Aufmerksamkeit. In der Regel ist die psychotherapeutische Gesprächssituation am Beginn ungewohnt und fremd; dies ändert sich meist rasch im Verlauf einer Therapie.

 

Das klientenzentrierte Gespräch erfordert von Ihnen die Absicht und Bereitschaft sich und die eigene Lebenssituation zum Thema zu machen. Von der Therapeutin bzw. vom Therapeuten ist akzeptierendes, wertschätzendes und einfühlsam waches Zuhören und Intervenieren gefordert. Klientenzentrierte Psychotherapie hilft Menschen dabei, sich selbst angemessen zu verstehen. Gerade Problembelastete Personen denken und erleben meist, dass sie sich falsch verhalten. Sie erwarten von sich, dass sie anders sein sollten, dass sie endlich "richtig" handeln, denken und fühlen sollten und erst dann könnten sie sich (vielleicht) akzeptieren. Klientenzentrierte Psychotherapie geht davon aus, dass der verstehende und wohlwollende Blick auf sich selbst Veränderung erst möglich macht.

 


¹ K. Heinerth, Woran erkenne ich, dass Veränderung beim Klienten geschieht?, in: Person 1/2003, facultas Universitätsverlag 

 

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